FranzJaegerBerlin
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Beitrag von FranzJaegerBerlin » So 26. Jun 2005, 20:16

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Der Olsenbande letzter Coup



Grosse, gelbe Überschrift





Bildbeschreibungen linke Seite von oben nach unten

„Scheissegut [sic], Egon!“ Egon Olsen ist wieder dabei, einen Franz Jäger-Geldschrank zu öffnen – in Berlin - während seine Kumpane gespannt warten. Es war komisch, die drei deutsch reden zu hören, aber es waren natürlich die deutschen Synchronstimmen, die man hörte.



„Ach nein!“ [sic] Im Tresor stand der ostdeutsche Fernsehermittler, Peter Borgel [sic], der die vom Pech verfolgte Bande schnell festnahm.



„Hier sind wir!“ Zu Ehren des Fernsehns, kamen alle drei aus dem Flugzeug der Interflug auf Berlins Flughafen – obwohl es nur Poul Bundgaard war, der das Flugzeug genommen hatte.



Ove Sprogøe erzählte bei einem Plausch mit dem Botschafter Henrik Haxthausen und dem ostdeutschen Kulturminister Horst Pehnert (rechts) über die Bande.



sang – auf dänisch – flatterte die Zeltplane unter dem Beifall.

„Er hatte aber wirklich versprochen, nicht zu singen“, lachte Ove Sprogøe.

Wo auch immer die drei Schauspieler hinkamen wurden sie wie Könige empfangen. Und während eines Frühstücks in der Residenz des dänischen Botschafter, Henrik Haxthausen und Frau Else, musste selbst der ostdeutsche Kulturminister, Horst Pehnert, Autogramme für Familie mit nach Hause nehmen.

„Das ist allerdings wunderbar, wenn man auf etwas Wert legt“, sagte Poul Bundgaard. „Man könnte verdammt gut hier herziehen und ein bisschen in den Vereinen singen. Vielleicht gibts hier mehr als zu Hause!“ Derselbe Poul war der einzige der drei, der einen Flug nach Berlin nehmen musste – eben weil er zu Hause zwei Vereinsengagements hatte. Doch Morton Grunwald hatte seine Frau Lily Weiding und Ove Sprogøe seine Eva mit im Auto. Nicht allein, um sich ein bisschen vom Land anzusehen, sondern weil beide Schauspieler, die sehr Kunst interessiert sind, im Voraus wussten, dass man in Berlin einige der weltbesten Kunstbücher, für weniger als die Hälfte, was entsprechende Bücher in Dänemark kosten würden, kaufen kann. So war es eine gute Fuhre für Grunwalds Volvo, als die Reise wieder nordwärts ging.

Aber wieso wurde die Bande hinter dem Eisernen Vorhang so populär?

„Das kann ich dir gut sagen“, sagte ein Zirkusmitarbeiter nach der Fernsehaufzeichnung. „Sie nimmt die Polizei und die Staatsmacht auf den Arm und das können wir leider nicht selbst tun ohne zu Schaden zu nehmen. Die Autoritäten hier unten, wollen uns wohl zeigen, wie blöd die Polizei in einem westlichen Land, wie Dänemark, ist. Aber wir sind bestimmt nicht so blöd, als das wir es nicht auf unsere eigene Polizei übertragen könnten.“

„Nein, in erster Linie sind es die Späße und eben weil es die Kapitalisten sind, die über die arme Olsenbande gewinnen, deswegen mögen wir sie sehr“, sagte ein Polizist.



Bildbeschreibung Mitte [/b]

Zu den Klängen der Titelmelodie der „Olsenbande“ und unter stürmischem Beifall, drehte die Bande eine Ehrenrunde gemeinsam mit den zwei ostdeutschen Schauspielern Karl-Heinz Oppel und Erhard Köster, die Kjelds bzw. Bennys [sic] deutsche Stimmen sind. Alle Filme wurden ins Deutsche synchronisiert.



Bildbeschreibung ganz rechts und darunter

„Du bist mein Liebling“, sagte der VOPO und wollte, wie alle seine Kollegen, Autogramme von Poul Bundgaard.



Jeanette (6) ist die Tochter der Köchin in der dänischen Botschaft und sie freute sich seit mehreren Wochen auf das Treffen mit ihren Filmlieblingen. Sie weinte vor Glück bei dem Treffen mit den drei Dänen, doch dann fühlte sie sich schnell geborgen.



Bildbeschreibung im weissen Textkasten

Morton Grunwald und Ove Sprogøe hatten sich angeblich Watte in ihre Ohren gestopft, als Poul Bundgaard ”Min sang til sig [sic]” gab – aber die Ostdeutschen klatschten vor Begeisterung.



[Anm.d.Ü.] für die Fehler im Original kann ich leider nicht, ich habe sie einfach so gelassen, wie sie waren und mit [sic] darauf hingewiesen, jedenfalls, wenn ich sie als solche erkannt habe :rolleyes: Alle anderen Fehler kann man Sammeln und bei einem bekannten, deutschen Unterhaltungsmedienvertrieb gegen Olsenbande Sondereditionen eintauschen, dieses mal gibt es die Supersonderspezialedition des DDR-Fernsehens in 70er Jahre schwarz/weiss und mit ohne geschnittenen Szenen.

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